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Verdauung – wie funktioniert das?

 

Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Ballaststoffe – Was brauchen wir für was?

 

Verdauung bedeutet, dass Nahrungsmittel zerkleinert und gespalten werden, damit sie wasserlöslich und somit für den Organismus verfügbar sind.

 

Aber es heisst auch, dass die notwendigen Stoffe auch wieder ausgeschieden werden können!

Verdauung bedeutet somit eigentlich Stoffwechsel, also freier “Warenverkehr” zu und von den Zellen.

 

Wir gehen hier nicht auf Mineralstoffe und Vitamine ein. Diese sind zwar auch lebensnotwendig, dienen jedoch nicht als Energielieferanten. Wenn man sich ausgewogen und gesund ernährt, deckt man den üblichen Bedarf.

 

Hat man viel Stress, viel Amalgam im Mund oder weisse Tüpfelnägel, kann eine länger Mineralstoffergänzung sinnvoll sein.

 

Wir verschaffen Dir heute eine kleinen Einblick in die Welt der

  • Kohlenhydrate (KH)

  • Fette (F) und

  • Eiweiße (E)

Kohlenhydrate (KH)

 

Da die in aller Munde sind, beginnen wir damit.

 

Wozu der Körper Kohlenhydrate braucht

 

Der Hauptverwerter ist das Gehirn. Deshalb sollte der Anteil an KH von der Gesamtenergieaufnahme 25% nicht unterschreiten. Unser Superhirn braucht nämlich soviel !

KH können in Form von Glykogen in Muskeln und der Leber gespeichert werden. Aber Vorsicht: nur begrenzter Platz, der Rest wird zu Fett!

 

Der Vollständigkeit halber möchten wir noch erwähnen, dass auch die Plazenta bei Schwangeren Glukose benötigt.

 

Beachte!  Ist der Anteil an KH wesentlich höher als 25%, kann der Körper den Überschuß nicht verwerten, wenn man ihn nicht gleich verbraucht. Er wandelt es in Fett um und speichert es ab.

Das Stoffwechselsystem wird dadurch unnötig belastet.

 

Die Kohlenhydratverdauung

 

Während der Verdauung werden alle Kohlenhydrate bis hin zur Glukose aufgespalten.

Sie sind schnell verfügbare Brennstoffe für Gehirn und Muskel, also wichtig bei schwerer körperlicher Arbeit und bei anstrengenden Sportarten.

 

Das ganze beginnt schon in der Mundhöhle durch Amylase im Speichel, das haben wir alle schon im Biologieunterricht gelernt. Kaut man ein Stück Brot lange genug, dann wird es ganz süß. (Aber auch die Fettverdauung beginnt nach neuesten Studien schon im Mund!)

 

Was viele nicht wissen: Im Magen ruht die Kohlenhydratverdauung. Das geht erst wieder so richtig im Dünndarm los. Dorthin gibt auch die Bauchspeicheldrüse Amylase ab und der Speisebrei wird weiter zersetzt.

 

In der nächsten Woche gehen wir hier noch etwas ins Detail.

 

Fett (F)

 

Wir dürfen auf Fett nicht verzichten, auch wenn es überall verteufelt wird. Omega-3-Fettsäuren sind nachweislich an unserer Gehirnentwicklung enorm beteiligt, bremsen Entzündungen ein und sind z. B. in Leinöl, Fisch und Chisamen konzntriert enthalten. Durch vermehrten Konsum von Omega-3-Fettsäuren, z.B. durch Schalentiere und Fisch, konnte unser Gehirn erst  auf solche Größe anwachsen und unsere Intelligenz ermöglichen. Schauen wir uns das Fett also etwas genauer an.

 

Die essentiellen Fette und Fettsäuren sind im Gegensatz zu Kohlenhydraten lebensnotwendig! Den lebensnotwendigen Zucker Glucose können bestimmte Zellen im Körper wie zum Beispiel in der Niere und in der Leber auch selbst herstellen (zu einem bestimmten Teil). Ausserdem gibt es keine Allergien auf Fette, das heißt für Menschen mit multiplen Nahrungsmittelallergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten bieten Öle und Fette eine sichere gut verträgliche Alternative zu den vielen Cerealien.

 

Eines ist jedoch besonders zu beachten: Öle und Fette sind der optimale Energieträger, da er doppelt so viel Energie bindet als z.B. Kohlenhydrate. Ausserdem haben wir für lange körperliche (Ausdauer)-Belastungen mehrere Kilogramm Brennstoff gleich mit im Depot.

 

Blöd ist es nur, wenn wir dauernd zu viel Energie essen, es aber nicht mehr ausreichend verbrennen. Dann wird man natürlich auch vom Fettessen dick. Achte also auf deine Energiebilanz!

 

Auf Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie Transfette gehen wir nächste Woche näher ein.

 

Wozu der Körper Fett braucht

  • Fett ist Energieträger und Speicher

  • Geschmacksträger

  • Bau- und Füllstoff

  • Lösungsmittel für Vitamine

  • hat eine Schutzfunktion (Unterhautfettgewebe)

  • dient der  Wärmeisolation

  • wird benötigt zur Bildung der Zellmembranen, Gallensalzen und von Hormonen (z.B. die Sexualhormone)

Klingt ziemlich wichtig, man sollte es auf keinen Fall aus dem Speiseplan verbannen. Wir brauchen Fett sogar um Fett zu verdauen. Kann eine fettarme Ernährung etwas mit vermehrten Gallensteinen zu tun haben? Eine gute Frage, der ich in Zukunft auf den Grund gehen werde. Ich werde dich auf dem Laufenden halten. Und weiter geht´s.

 

Die Fettverdauung

 

Sie beginnt im Dünndarm und findet nur ganz gering im Magen durch Magensaft statt. Erst die Gallensäure zerlegt das Fett in feinste Tröpfchen durch Emulgierung. Die Lipase aus der Bauchspeicheldrüse zerlegt diese Fetttröpfchen dann in Glycerol und Fettsäuren.

 

Eiweiß (E)

 

Auf griechisch heißt Eiweiss “proteno”. Das bedeutet „ich nehme den ersten Platz ein“.

Für den Menschen ist es lebenswichtig und die einzige verwertbare Stickstoffquelle.

 

Wozu unser Körper Eiweiß braucht

 

Eiweiss ist unser Baustoff, Knochen- und Muskelzellen bestehen daraus. Ausserdem ist es Bestandteil von Transportstoffen (z.B. Hämoglobin), Hormonen, Immunabwehrkörpern und Enzymen.

 

Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt sollte viel über seine Ernährung lernen, um dem Körper ausreichend Eiweiß zu bieten.

 

Beachte: Der Eiweißanteil sollte in der Gesamtenergieaufnahme 40% nicht überschreiten. Der Körper kann nicht mehr verarbeiten, wir belasten unseren Säure-Basen-Haushalt damit.

 

Eine Möglichkeit ausreichend Eiweiß zuzuführen, aber einer Übereiweißung bzw. Übersäuerung vorzubeugen, besteht in der “Eiweißtrennkost”, wie sie bei Metabolic Balance propagiert wird. Dabei wird bei jeder Mahlzeit nur eine Eiweißsorte mit Gemüse und Salat kombiniert. Cordon Bleu oder Full Irish Breakfast, bei denen Fleisch mit Käse und Ei und vielleicht noch Bohnen oder Sprossen kombiniert wird, das ist auf Dauer zu viel des Guten!

 

Also bitte mit Fett kombinieren, reichlich Gemüse und Salat dazu essen (das hat eine basische Wirkung und schafft Ausgleich für den Säure-Basen-Haushalt). Dies alles verträgt sich hervorragend zusammen und schmeckt auch noch gut!

 

Die Eiweißverdauung

 

Während der Verdauung werden Eiweiße durch Enzyme in Aminosäuren verarbeitet. Das beginnt im Magen. Eiweiß wird durch den Magensaft, speziell dem  Pepsin, in Ketten aufgespalten. Im Dünndarm werden diese dann durch Peptidase und Proteinase (Trypsin und Chymotrypsin) in kleinere Peptide zerkleinert und zusätzlich durch Darmzellen und Darmsaft in kleinste Aminosäuren zerlegt.

 

Und so gehts dann weiter

 

Jetzt wo alles zerkleinert und wasserlöslich ist, wird es vom Dickdarm resorbiert. Kurz gesagt bedeutet das, dass die Stoffe so ins Blut aufgenommen und dahin transportiert werden, wo der Körper sie benötigt.

 

Die sog. Pfortader bringt das nährstoffreiche Blut vom Darm zur Leber. Diese sortiert dann, schickt es weiter, wandelt es um oder speichert es ab.

 

Das war ein kleiner einfacher Einblick in die Verdauung.

 

Wie man merkt, ob die eigene Verdauung gut funktioniert? Man erkennt es am wohlig warmen Bauchgefühl nach dem Essen, dem Fehlen von Blähungen, Winden, Bauchzwicken, Müdigkeit und guter Leistungsfähigkeit.

 

Bis zur nächsten Woche und HiGH5!

 

Eileen Frei und Dr. Markus Achleitner

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